Konzept

Die drei Säulen des Festivals: Ausstellungen, Wettbewerb mit Merck-Preis und Symposium

Die Ausstellungen

Das Jahresthema wird in allen Ausstellungen au verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Die Kurator:innen laden etwa 45 international renommierter Künstler direkt ein. Es kommen kontroverse Positionen, neueste Werke und unterschiedliche Genre fotografisch-künstlerischer Arbeiten zusammen.

Der Wettbewerb

Seit 2006 können sich Fotografen und Künstler direkt für eine Teilnahme am Festival bewerben. Es gibt weder stilistische noch technische Einschränkungen. Auch Herkunft und Alter der Bewerber sind nicht begrenzt. Es zählt lediglich die inhaltliche Nähe zum jeweiligen Jahresthema und eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Arbeit.

Nach einer öffentlichen Ausschreibung reichten 250 Bewerber:innen ihre Arbeiten ein. Diese werden in einer Jurysitzung ausführlich gesichtet. Am Ende wählte die Jury  13 Positionen aus, die während des Festivals im Designhaus auf der Mathildenhöhe gezeigt werden. So bieten die Ausstellungen eine einzigartige und im Detail oft überraschende Zusammenschau dessen, wie die Teilnehmer das jeweilige Thema interpretieren.

Der Wettbewerb bietet vor allem jungen Fotografen und Künstlern die Möglichkeit, bisher unveröffentlichte Arbeiten zum ersten Mal zu präsentieren. Oft werden diese in Darmstadt entdeckt und treten einen erfolgreichen Weiterweg an. Über 450 Künstler haben bisher ihre Arbeiten in Darmstadt präsentiert.

Der Merck-Preis

Seit 2008 stiftet das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck einen Preis für herausragende Positionen des Wettbewerbs. Während der Jurysitzung werden 10-15 künstlerische Arbeiten ausgewählt, die die Jurymitglieder besonders überzeugen. Erst am Tag der Eröffnung des Festivals und nach Beurteilung der Präsentation im Ausstellungsraum wird eine der dreizehn Nominierten als Preisträger:in ermittelt und am Abend geehrt.
Weitere Informationen zum Merck-Preis

Das Symposium

In den hochkarätig besetzten Vorträgen und Diskussionen geht es um inhaltliche Ansätze: Hier werden die oben genannten philosophischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Aspekte beleuchtet.

Nicht nur Fotokünstler kommen zu Wort, auch Philosophen, Autoren und Wissenschaftler stellen ihre Sicht der Dinge vor – so entsteht eine spannende Meinungsvielfalt, die für anregende und bereichernde Beiträge sorgt.

Ausstellung im Designhaus 2020 © André Hirtz
Presiverleihung 2020 © André Hirtz
Preisverleihung 2022 © André Hirtz
Preisverleihung 2022 © André Hirtz
Ausstellung 2022
Die Darmstädter Tage der Fotografie

Ausstellungen – Symposium – Netzwerk.
Ein Festival in der Stadt

Die Ausstellungen werden in zentralen Kunstinstitutionen Darmstadts präsentiert. So sind das Museum Künstlerkolonie, das Designhaus, die Kunsthalle Darmstadt, das Schlossmuseum und seit kurzem auch das Kunstforum der TU Darmstadt wichtige Kooperationspartner. Weitere öffentliche Räume, wie z.B. die Centralstation und das Literaturhaus, werden zum Ausstellungsort während des Festivals. Alle Orte liegen zentral auf der Mathildenhöhe und in der Innenstadt und können in kürzester Zeit erreicht werden. Der Shuttle-Service von SKODA AUTO bietet auch nicht Ortskundigen einen schnellen Weg zum Ziel.

Der Fachbereich Gestaltung der h_da Hochschule Darmstadt mit seinem fotografischen Ausbildungsschwerpunkt ist seit Beginn an Festivalzentrum. Hier findet das Symposium statt, stellen Studierende sowohl aus Darmstadt als auch internationaler Hochschulen aus, werden Workshops durchgeführt. Das Foyer bietet Raum für Treffpunkte und Austausch. Die Hochschule unterstützt das Festival somit maßgeblich.

Philosophie

Inhaltliche Konzentration auf ein Thema und zeitliche Konzentration auf ein Wochenende

Das Konzept „Konzentration und Begegnung“ der Darmstädter Tage der Fotografie ist in der Region sowie auf nationaler Ebene einzigartig. Auch international findet sich kein vergleichbares, in ähnlicher Weise aufgebautes Konzept. Konzentration bedeutet einerseits die strikte Ausrichtung auf ein Jahresthema, zu dem die Ausstellungen und das Symposium zusammengestellt werden. Das Jahresthema ist der inhaltliche Rahmen und das zentrale Element des ganzen Festivals. Den Besuchern wird damit der visuelle und inhaltliche Zugang zu den einzelnen Ausstellungen und Redebeiträgen erleichtert. Die zeitliche Konzentration auf ein Wochenende ermöglicht es, dass alle Künstler vor Ort sein können. Die Begegnungen und der direkte Austausch zwischen Besuchern und Künstlern machen den besonderen Charme dieses Festivals aus.

Die Initiatoren und Kuratoren

Die Auswahl der Künstler:innen wird von verschiedenen Kurator:innen vorgenommen. Neben der Jury für den Merck-Preis wählen die jeweiligen Leiter:innen der beteiligten Institutionen Arbeiten aus. 

Das Jury-Team für den Merck-Preis ist seit 2006 verantwortlich für die Entwicklung des gemeinsamen Themas sowie für die Vergabe des Merck-Preises.